Ein erster Fragebogen

Sie haben einen Fragebogen per Post erhalten?

Im ersten Schritt der Studie werden in vier deutschen Städten (Köln, Dresden, Ulm, Mannheim), in denen die ADOPT-Studie durchgeführt wird, über das jeweils zuständige Einwohnermeldeamt Familien mit Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren ausgewählt. Diese Familien erhalten per Post einen kurzen Fragebogen vom ADOPT-Studienzentrum in Hamburg. Den Fragebogen können Sie per Post an das Studienzentrum zurückschicken (das Porto übernehmen wir) oder ihn online oder am Telefon beantworten. Nähere Informationen dazu finden Sie auf dem Anschreiben, das Sie erhalten haben.

Anhand der Informationen aus dem Fragebogen wollen wir einerseits untersuchen, wie viele Kinder in Deutschland Probleme mit affektiver Dysregulation – also mit Wut, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen – haben. Außerdem möchten wir betroffene Familien und ihre Kinder erkennen und ihnen, wenn sie dies wünschen, weitere Hilfsangebote machen.

Auch wenn Ihr Kind nicht an den oben genannten Problemen leidet, können Sie uns sehr helfen, wenn Sie den Fragebogen über Ihr Kind ausfüllen und an uns zurücksenden.
Dafür danken wir Ihnen schon einmal ganz herzlich!

Bausteine von ADOPT

Ausführliches Untersuchungsgespräch

Sie wurden zusammen mit Ihrem Kind zu einem Untersuchungsgespräch eingeladen?

Wenn wir anhand des ersten kurzen Fragebogens erkennen, dass Ihr Kind Probleme mit affektiver Dysregulation haben könnte, laden wir Sie und Ihr Kind zu einem ausführlichen Gespräch in das Studienzentrum ein, das die Studie in Ihrer Stadt durchführt. Bei diesem Termin werden wir mit Ihnen und Ihrem Kind noch einmal ausführlich über Probleme mit der Gefühlsregulation und mögliche andere Schwierigkeiten sprechen und Sie und Ihr Kind bitten, noch ein paar Fragebogen auszufüllen.

Außerdem laden wir auch Familien mit Kindern ohne Schwierigkeiten in der Gefühlsregulation zu ausführlichen Gesprächen ein. Damit wollen wir Unterschiede zwischen betroffenen Kindern und Kindern ohne solche Probleme genauer untersuchen. Diese Familien werden wir per Zufall aus der Gruppe derjenigen auswählen, die den ersten Fragebogen beantwortet haben und keine oder nur wenige Probleme angegeben haben.

Körperliche Untersuchung

Ihrem Kind wurde eine körperliche Untersuchung angeboten?

Im Rahmen unseres Forschungsprojektes sollen bei einem kleinen Teil der Kinder, die im Raum Dresden, Köln oder Mannheim leben, auch körperliche Untersuchungen durchgeführt werden, wenn die Eltern und Kinder dieser Untersuchung zustimmen. Mithilfe der Untersuchungen möchten wir erforschen, ob sich die Gehirnaktivität von Kindern mit affektiver Dysregulation von anderen Kindern unterscheidet. Dazu wird z. B. eine EEG-Messung durchgeführt. Bei einer EEG-Messung werden die Hirnströme und damit die Gehirnaktivität Ihres Kindes erfasst. Dafür wird Ihrem Kind eine Haube mit Messfühlern aufgesetzt. Dies tut nicht weh und birgt keine körperlichen Risiken. Wie die Untersuchung genau abläuft besprechen wir in jedem Fall vorher ausführlich mit Ihnen und Ihrem Kind und eine Teilnahme an den Untersuchungen ist selbstverständlich vollkommen freiwillig.

Online-Elterntraining

Ihnen wurde die Teilnahme an einem Online-Elterntraining unmittelbar oder später angeboten?

Wenn Kinder Schwierigkeiten bei der Gefühlsregulation haben, stehen Eltern im Alltag häufig vor besonderen Herausforderungen. Hierfür kann es hilfreich sein, dass Eltern Techniken kennenlernen, mit denen sie ihr Kind besser beim Umgang mit seinen Gefühlen unterstützen können. Deshalb bieten wir einigen Eltern nach unserem ersten ausführlichen Untersuchungsgespräch die Teilnahme an einem Online-Elterntraining an. In diesem Training können Sie Strategien lernen, mit denen Sie Ihr Kind bei Wutanfällen, gereizter Stimmung und Stimmungsschwankungen unterstützen können. Das Training ist für Sie selbstverständlich kostenlos und ganz leicht von zu Hause aus über das Internet erreichbar. Über einen Zeitraum von 12 Wochen haben Sie Zugang zum Online-Elterntraining.

Da wir bestimmte wissenschaftliche Vorgaben einhalten müssen, wenn wir eine Studie durchführen, können wir anfangs nur einem Teil der Eltern die Teilnahme an unserem Online-Elterntraining anbieten. Wenn Ihnen keine Teilnahme angeboten wurde, Ihre Familie aber dennoch Unterstützung benötigt, haben Sie die Möglichkeit, das Training einige Monate später zu nutzen.

Behandlung für mein Kind

Ihrem Kind wurde eine intensive Behandlung angeboten oder Sie wurden zu Behandlungsmöglichkeiten beraten?

Wenn Sie an unserem Online-Elterntraining teilgenommen haben und wir danach in Untersuchungsgesprächen feststellen, dass Ihr Kind weiterhin starke Schwierigkeiten in der Gefühlsregulation hat, bieten wir eine ambulante psychotherapeutische Behandlung an. Dabei setzen wir Behandlungsmethoden ein, die sich bei ähnlichen Problemen bewährt haben. In der ambulanten Psychotherapie erarbeiten wir vor allem mit Ihrem Kind, wie es besser mit seinen Gefühlen umgehen kann. Außerdem unterstützen wir Sie als Eltern weiterhin dabei, besser mit den Problemen Ihres Kindes umzugehen. Im Rahmen der Behandlung kommen Sie und Ihr Kind einmal in der Woche über einen Zeitraum von mehreren Monaten in die Klinik, welche die Studie in Ihrer Stadt durchführt.

Da wir bestimmte wissenschaftliche Vorgaben einhalten müssen, wenn wir eine Studie durchführen, können wir nicht allen Familien, deren Kinder nach dem Online-Elterntraining noch starke Schwierigkeiten in der Gefühlsregulation haben, die ambulante Psychotherapie anbieten. Alle anderen Familien beraten wir gerne zu alternativen Behandlungsmöglichkeiten.

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